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Museumsausstellung: "Wendepunkte – was uns in den achtziger Jahren bewegte"

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Museum_Achtziger_Leihgaben_gesucht

Im Radio ließ Sängerin Nena 99 Luftballons für den Frieden steigen und wer sich fit halten wollte, zog mit Stirnband und Legwarmer ins Sportstudio. Am Abend ging es wahlweise ins Kino zu Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht - den so genannten „Neuen Männern“, für das Land – oder man blieb auf dem heimischen Sofa und fand leichte Unterhaltung bei der „Schwarzwaldklinik“ oder „Dallas“.

Ja, die Rede ist von den achtziger Jahren, an die sich viele lebhaft erinnern. Diese interessante Epoche der jüngeren Geschichte ist Gegenstand eines Ausstellungsprojektes, das ein Geschichtsleistungskurs der Prälat-Diehl-Schule zusammen mit dem Stadtmuseum der Öffentlichkeit im Februar präsentieren möchte.

Unter dem Titel „Wendepunkte. Was uns in den Achtzigern bewegte“ gehen die Schüler verschiedenen Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Alltagskultur nach. So beispielsweise dem Einzug der Grünen in das Groß-Gerauer Stadtparlament, den neuen Formen der Protestkultur und Selbstorganisation sowie der Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung. Eine besondere Rolle spielt der für unsere Region wichtige Protest gegen den Bau der Startbahn West am Frankfurter Flughafen. Zudem wird die Entstehung des Vereins Kulturcafé thematisiert, der verschiedenen Bewegungen eine institutionelle Plattform für ihr kritisches gesellschaftliches Engagement bot. Wichtig wird auch der Blick auf den Wandel in der Wirtschaft und in der Arbeitswelt sein. So wurden in den achtziger Jahren bei Opel die ersten Roboter eingesetzt und der Computer hielt am Ende der Dekade Einzug in die Betriebe und Verwaltungen. Aber nicht nur Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt sollen Berücksichtigung finden, sondern auch die Alltagssphäre.

Aus diesem Grund bitten die Schüler die Öffentlichkeit um Leihgaben für ihr Ausstellungsprojekt: Wer besitzt noch einen „Walkman“ oder CD-Player aus der Zeit oder hat noch ein typisches Outfit der Aerobic-Welle aus Leggings, Stirnband und Legwarmer im Kleiderschrank. Interessant sind generell Kleidungsstücke und Accessoires in ihren schrillen Farben und Formen – Puffärmel und Schulterpolster gehörten einfach dazu. Und wie sieht es mit den Zeugnissen der Alternativkultur aus: grün bemalte Fahrräder mit Sonnenblumen oder auch zerrissene Kleidungsstücke der Punk-Mode sind für die Schüler von Interesse. Wer kann einen original Achtziger-Jahre-Zauberwürfel zur Verfügung stellen? Darüber hinaus gibt es sicherlich noch eine Vielzahl an Erinnerungsstücken, die sich auch mit besonderen Erlebnissen und Geschichten verbinden.

Bürger, die solche Sachen aufbewahrt haben, sind gebeten, mit Museumsleiter Jürgen Volkmann Kontakt aufzunehmen (Telefon 06152/716295, E-Mail: juergen.volkmann@gross-gerau.de). Die Schüler freuen sich über jede Unterstützung und sind gespannt, was zusammenkommt.